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Inklusion in der Grundschule

– 24 Pädagoginnen nehmen an Fortbildung in Ober-Niederlangen teil –

 

Am 5. und 6.  April 2018 trafen sich 24 Mitarbeiterinnen der Grundschulen Fresenburg, Renkenberge-Wippingen und Ober-Niederlangen in der Grundschule in Niederlangen. Wie im Vorjahr war auch in diesem Jahr die inklusive Grundschule Thema der schulinternen zweitägigen Fortbildung.

Diese Maßnahme wird vom Niedersächsischen Landesamt für Qualitätsentwicklung angeboten. Sie erstreckt sich über drei jeweils zweitägige Fortbildungen, deren Ziel es ist, die Pädagoginnen auf dem Weg, Schulleben und Unterricht inklusiv zu gestalten, zu unterstützen und zu begleiten.

Die Grundschuljahre schaffen eine wichtige Basis für die Ent­wicklung bildungssprachlicher Fähigkeiten. Erlasse und curriculare Vorgaben geben den Lehrkräften an der Grundschule Hinweise darauf, wie sie Schülerinnen und Schüler sprachlich fördern können. Sprachsensibler Unterricht in allen Fächern ist hier der Leitgedanke. In den Räumen der Grundschule Ober-Niederlangen hatten die Kolleginnen gleich zu Beginn der Fortbildung die Möglichkeit einmal die Perspektive zu wechseln und zu erleben, was es heißt oder wie man sich fühlt, wenn man eine Sprache nicht versteht.

Die Referentinnen Gunda Hillen und Jana Cuijpers stellten in einer Ideenbörse zur Lernförderung viele Materialien vor. Die Lehrerinnen ergänzten diese Sammlung durch Arbeitsmittel, die bereits an den Grundschulen vor Ort erprobt wurden und sich bewährt haben. In schulübergreifenden Gesprächen sowie im schulinternen Austausch bewerteten die Lehrkräfte die Materialien hinsichtlich ihrer Effektivität und Einsetzbarkeit im Schulalltag.

Workshops zur Kooperativen Erstellung und Fortschreibung individueller Förderpläne (KEFF) und zum Co-Teaching waren weitere Themenschwerpunkte dieser Schulinternen Lehrerfortbildung.

Die KEFF ist ein Instrument, Förderpläne für einzelne Kinder im Team zu entwickeln und kontinuierlich zu evaluieren und fortzuschreiben.

Außerdem wurden verschiedene Formen des Co-Teachings vorgestellt. Sie dienen der Individualisierung des Unterrichts und sind eine Möglichkeit, schwächere Schüler zu fördern und dabei auch den leistungsstärkeren Schülern gerecht zu werden.

Das Thema „Gespräche führen mit Kindern“ wurde im Rahmen eines Stationslaufs behandelt. An einzelnen Stationen wurden verschieden Möglichkeiten angeboten und vorgestellt, die Gesprächsanlässe bieten und es ermöglichen mit Kindern über Gefühle und Probleme zu sprechen.

Einigkeit herrschte bei allen Teilnehmerinnen über die Notwendigkeit und die Sinnhaftigkeit eines weiteren Themenschwerpunkts dieser Fortbildung, der „kollegialen Fallberatung“. Dabei profitieren die Teilnehmer so einer Fallberatung vom Austausch untereinander.

Abschließend bekräftigten alle teilnehmenden Pädagoginnen den festen Willen, die neuen Impulse in den Schulalltag zu integrieren. Wie viel von diesen Vorsätzen umgesetzt werden konnte und wo die Fallstricke im Schulalltag verborgen sind, wird sich im nächsten Jahr beim dritten Teil der Schulinternen Lehrerfortbildung zeigen, der dann an der Grundschule Renkenberge -Wippingen stattfinden wird.

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